Aufbau und Funktion
des Kniegelenkes
Das Kniegelenk ist für unsere Fortbewegung von besonderer Bedeutung. Freie Beweglichkeit, Stabilität und beschwerdefreie Belastbarkeit zeichnen gesunde Kniegelenke aus.
Das Kniegelenk ist eines der komplexesten Gelenke des menschlichen Körpers. Ober-, Unterschenkel und Kniescheibe bilden die Knochenanteile des Kniegelenks. Bänder, wie zum Beispiel die Seiten- und Kreuzbänder, verleihen dem Kniegelenk in jedem Bewegungszustand Stabilität. Über die Muskulatur und den Sehnenzug kann das Kniegelenk gebeugt und gestreckt werden. Die Steuerung und der koordinierte Bewegungsablauf werden über das Gehirn gesteuert, das fortwährend über komplexe Nervenstrukturen Informationen aus dem Kniegelenk erhält.
Knorpel
Damit wir unser Knie möglichst viele Jahrzehnte nutzen können, sind die knöchernen Anteile eines Gelenks mit einer elastischen Knorpelschicht überzogen. Der Knorpel umkleidet die knöchernen Gelenkanteile - wie ein Reifen auf einer Felge - und ermöglicht die reibungslosen Roll-/Gleitbewegungen von Gelenken.
Meniskus
Als Teil des Kniegelenks befinden sich Innen- und Außenmeniskus zwischen dem Unterschenkel- und dem Oberschenkelknochen. Die Menisken sind mit der Gelenkkapsel verbundene halbmondförmige Faserknorpelscheiben.
Durch ihre Keilarchitektur und ihre elastischen Eigenschaften ermöglichen die Menisken die gleichmäßige Kraftübertragung zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein-Köpfen. Zudem ist die Stabilisierung eine ihrer Aufgaben. Wie ein Stoßdämpfer schützen die Menisken den Knorpel des Knies bei jeder Bewegung vor zu hohen Belastungen und Kräften.
Vordere und hintere Kreuzbänder
Das vordere Kreuzband verbindet den Unterschenkel- mit dem Oberschenkelknochen und stabilisiert das Kniegelenk bei Drehbewegungen und Bewegungen nach vorne. Unbehandelt kann ein vorderer Kreuzbandriss zu einer Instabilität des Knies mit Sport- und Alltagseinschränkungen führen sowie Folgeschäden an Knorpel und Menisken verursachen.
Das hintere Kreuzband ist der zentrale Stabilisator des Kniegelenks. Unbehandelt führt die hintere Kreuzbandruptur zu einer komplexen chronischen Instabilität im Kniegelenk.
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MPFL (Mediales patellofemorales Ligament)
Das MPFL ist der innenseitige Hauptstabilisator der Kniescheiben. Das MPFL ist ein kräftiger Sehnenzügel im Bereich des innenseitigen Kapselbandapparates. Es verläuft dreieckförmig vom oberen Drittel der Kniescheibe zur innenseitigen Oberschenkelrolle. Dabei stabilisiert das MPFL die Kniescheibe vor allem im strecknahen Beugezustand und verhindert, dass die Kniescheibe nach außen verrutscht.
Innen- und Außenband
Das Innen- und Außenband sind die Seitenbänder des Kniegelenks. Sie dienen als weitere Stabilisatoren des Kniegelenks und helfen bei der Verstärkung der Gelenk-Kapsel. Verletzungen dieser Bänder können isoliert, aber auch in Kombination mit Kreuzbänder- und Meniskusrissen entstehen.
Meniskusverletzungen
Als Teil des menschlichen Knies befinden sich der Innen- und der Außenmeniskus zwischen dem Gelenkanteil des Ober- und Unterschenkelknochens. Die Menisken sind mit der Gelenkkapsel verbundene, halbmondförmige Faserknorpelscheiben.
Wie ein Stoßdämpfer stabilisieren die Menisken den Knorpel des Knies und schützen ihn bei jeder Bewegung vor zu hohen Belastungen und Kräften. Durch ihre Keilarchitektur und ihre elastischen Eigenschaften ermöglichen die Menisken zudem die gleichmäßige Kraftübertragung zwischen Oberschenkelknochen und Schienbeinköpfen.
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}Verletzungen des vorderen Kreuzbands
Gerade bei Ball- und Kontaktsportarten wie Fußball, Handball, Basketball oder Judo ist die Gefahr der Verletzung des vorderen Kreuzbands groß. Aber auch Stürze beim Skifahren führen oft zu einer Verletzung im Kniegelenk.
Eine frühzeitige und korrekte Diagnostik ist in diesen Fällen entscheidend. Unsere Orthopäden werden eine genaue Untersuchung durchführen und, falls notwendig, eine MRT-Untersuchung für Sie veranlassen. Aus den daraus gewonnen Ergebnissen wird die Therapie - operativ oder konservativ – geplant.
Ziel der Behandlung eines vorderen Kreuzbandrisses ist die Wiederherstellung der Kniestabilität. Abhängig vom Ausmaß der Instabilität muss jedoch nicht jedes Kniegelenk operiert werden.
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}Vordere Kreuzbandoperation
Zur Versorgung einer vorderen Kreuzbandruptur wird das gerissene vordere Kreuzband durch ein körpereigenes Sehnentransplantat ersetzt. Dabei wird eine Arthroskopie des Kniegelenks als minimal-invasiver Eingriff durchgeführt und ein stabiles Transplantat in das Gelenk eingesetzt.
Es stehen verschiedene Sehnentransplantate (Hamstrings/Semitendinosus-Sehne, Patellasehne/BTB, Quadrizepssehne) zur Auswahl. Es wird mit Ihnen eine personalisierte Transplantatwahl besprochen. Aber auch die Fixationstechnik im Knochen ist entscheidend für den Erfolg der Operation und wird ebenso genauestens mit Ihnen diskutiert.
Während des Heilungsprozesses wächst das Transplantat in den Knochen ein und übernimmt die Funktion des Kreuzbands.
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}Verletzungen des hinteren Kreuzbands
Die Ruptur des hinteren Kreuzbands kommt, im Vergleich zur Verletzung des vorderen Kreuzbands, zwar seltener vor, ist aber eine viel schwerwiegendere Verletzung. Sie tritt vor allem bei Hoch-Energie-Verletzungen - wie Verkehrsunfällen oder Stürzen aus großer Höhe - auf. Eine Behandlung durch einen erfahrenen Kniespezialisten ist dabei dringend zu empfehlen.
Wir werden bei der Diagnosestellung auch besonders auf eventuelle Begleitverletzungen achten. Dies ist für die Therapieplanung sehr wichtig, da eine isolierte hintere Kreuzbandverletzung auch konservativ gut verheilen kann. Unbehandelt führt eine hintere Kreuzbandverletzung jedoch zu einer komplexen chronischen Instabilität im Kniegelenk, da das hintere Kreuzband der zentrale Stabilisator des Kniegelenks ist.
Ebenso müssen Begleitverletzungen frühzeitig erfasst bzw. ausgeschlossen werden, da dies für die Therapiewahl und das Ergebnis von entscheidender Bedeutung ist.
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}Patellainstabilitäten / MPFL
Die Kniescheibe (Patella) kann durch eine Verrenkung aus ihrem knöchernen Gleitlager (der Trochlea femoris = Oberschenkelknochengrube) nach außen herausspringen. Man spricht in diesem Fall von einer Patellaluxation. Durch den reflektorischen Zug der Muskeln schlägt sie dann mit ihrer Innenseite gegen die Trochlea zurück. Dabei kommt es aber fast immer zu einem Riss des innenseitigen Bandes, das die Kniescheibe stabilisiert, dem MPFL (Mediales Patellofemorales Ligament). Ebenso können bei der Verrenkung Knochen- oder Knorpelfragmente abgeschlagen werde.
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}Knorpelschaden / Arthrose
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Beinfehlstellungen:
X- und O-Bein
Bei geraden Beinachsen liegt der Schwerpunkt der Gewichtsbelastung in der Mitte des Kniegelenks, so dass die innere und die äußere Gelenkkammer gleich belastet werden. Durch eine X- oder O-Beinstellung kommt es zu einer Mehrbelastung der Außen- oder Innenseite des Kniegelenks. Durch die resultierende einseitige Belastung kann es zu Knorpelverschleiß und Gelenkzerstörung kommen.
URSACHEN
Beinfehlstellungen sind meist angeboren. In manchen Fällen sind sie aber auch Folge eines Unfalls oder Folge einer übermäßigen Gewichtsbelastung. So kann man bei extrem übergewichtigen Patienten oft eine X-Beinfehlstellung erkennen.
In allen Fällen ist die Beinfehlstellung aber bereits durch bloßen Augenschein zu erkennen. Genaue Vermessungen können dann mit speziellen Röntgenaufnahmen erfolgen.
Fehlstellungen werden aber oft erst dann auffällig, wenn bereits Schmerzen durch einseitigen Verschleiß bestehen. Meist ist dann neben der Korrektur der Fehlstellung eine zusätzliche Behandlung des Knorpelschadens im Gelenk notwendig.
THERAPIE
Das Prinzip von der Umstellung der Beinachse und der daraus resultierenden Verlagerung der Belastungszonen im Gelenk, wird therapeutisch genutzt. In der einfachsten Form kann zum Beispiel bei einer Verschleißerkrankung an der Innenseite des Kniegelenks durch Verordnung von Schuheinlagen mit einer Außenranderhöhung um wenige Millimeter entlastet werden.
Bei schweren Fällen können Einlagenverordnungen nicht mehr ausreichen. Hier wird die gesamte Beinachse operativ verändert. Diese sogenannten Umstellungsoperationen können oft Verschleißerkrankungen für viele Jahre im Verlauf verzögern und bewahren die Patienten vor künstlichem Gelenkersatz. Bei den Umstellungsoperationen wird im Schienbeinbereich der Knochen durchtrennt und die Beinachse in die gewünschte Richtung verändert. Stabilisiert wird dies dann mit Platte und Schrauben. Diese Eingriffe können über kleine Schnitte erfolgen und eine ambulante Durchführung ist heute eher die Regel als die Ausnahme.
Nach einer Umstellungsosteotomie ist eine Entlastung zwischen 4 und 8 Wochen nötig, ehe wieder voll belastet werden kann.